Wissenswertes

Herzgesundheitsfördernde Wirkung der Walnuss

Walnuss - Nehmen Sie sich die Walnuss zu Herzen

 

Mineralstoffe, Phenole, Vitamine und Ballaststoffe in Nüssen verhindern die gefährliche Plaque-Bildung in den großen Blutgefäßen. Ihre Omega 3-Fettsäuren verhindern Inflammation.
Übrigens: Auch Mandeln, Pistazien, Macadamia und Erdnüsse haben enorme Schutzpotentiale.
In Bezug auf ihre Bedeutung für unsere Gesundheit ist die Walnuss nicht schwer zu knacken. Jede einzelne ihrer zahlreichen Kalorien – und eine Nusshälfte hat etwa zehn – ist es wert, mit andächtiger Zurückhaltung verzehrt zu werden.


Täglich eine halbe Handvoll Nüsse kann die Sünden von Fast-Food-Ernährung und überwiegend sitzendem Lebensstil nicht nur ausgleichen, sondern trotz dieser Belastungen das Risiko eines Herzleidens um bis zu 50 Prozent reduzieren.
Gleichzeitig senken Sie die Wahrscheinlichkeit kognitiver Defekte. Sollten Sie von rheumatischer Arthritis oder Asthma geplagt werden, helfen die Nüsse auch dagegen. Und eine Reihe von modernen Problemen, der Haut wie Psoriasis; Entzündungen oder Ekzeme wird ebenfalls positiv verändert.
Das hat viele Gründe.


Das Stichwort Entzündungen weist bereits auf den wichtigsten hin. Die Walnuss ist in unserer Ernährung der vielleicht meistverbreitete Lieferant der äußerst gesunden Omega 3-Fettsäure, speziell ihrer Alpha-Linolensäure (ALA). Nur Fettsäuren dieser Gruppe können die chronische Bedrohung stiller Entzündungen in Schach halten. Sie werden bekanntlich durch das Schwesternfett Omega 6 gestartet und nur durch Omega 3 wieder gestoppt.

Was einmal in einer gewissen Balance war, hat sich mittlerweile zu einem Besorgnis erregenden Verhältnis der Fettsäuren von etwa 10:1 verschoben, mit dramatischen Folgen. Die „silent inflammation" wird in der seriösen wissenschaftlichen Literatur auch „stiller Killer" bezeichnet, denn sie gilt als eine der Hauptursachen der chronischen Alterserkrankungen unserer Generation – sie alle beginnen mit Schäden an den Gefäßwänden.

Omega 3 kommt außer in Kaltwasserfischen wie Lachs und Makrele auch im Rapsöl, im Leinsamen und in Weizenkeimen vor. Keine dieser Quellen ist so alltäglich und dabei so schmackhaft wie die Walnuss.
Was kann sie noch?


Sie enthält eine wichtiges Polyphenol, von dem die meisten noch nie gehört haben: Ellagsäure (englisch ellagic acid). Sie stärkt das Immunsystem und besitzt krebsschützende Potentiale – neben der Walnuss finden wir sie auch in der neuerdings hoch gelobten Goji-Beere und in Rotwein, der in Eichenfässern reifen durfte.
Diese Nüsse repräsentieren viele Vorteile, die mit der Mittelmeerdiät identifiziert werden: Sie reduzieren generell die Blutfette und besonders stark das problematische LDL. Damit wird die Bildung von Blutklumpen unwahrscheinlicher, ein Hauptrisiko der Arteriosklerose.


Das genüssliche Zermalmen von Walnusskernen ist auch eine raffinierte Maßnahme gegen Bluthochdruck. Dieser Effekt ist der Aminosäure L-Arginin geschuldet. Sie ist an zahlreichen biologischen Funktionen beteiligt, eine davon führt zur Erschlaffung der glatten Muskulatur. Blutgefäße werden erweitert, mit dem Ergebnis einer abnehmenden Spannung.


Der Walnusskern enthält wertvolle Eiweiße.
Seine Vitamine E und Folsäure (B 9) gelten als erstklassige Gehirnnahrung, und auch Spurenelemente wie Magnesium und Kupfer wandern durch die Wurzeln des majestätischen Nussbaumes direkt in seine Samen. Die Nussphenole wirken antioxidativ gegen Schädigungen durch freie Sauerstoffradikale. Und die Auswertung großer Datenmengen über die Verzehrgewohnheiten Zehntausender Menschen ergibt immer wieder ein einhelliges Bild. Je mehr (in Maßen, selbstverständlich) Walnüsse in der Nahrung enthalten sind, desto geringer werden die Einflüsse aller Todesursachen zusammen. Das wird auch erklärt durch die Reduktion von Risiken, die in der Regel mit Diabetes, dem Metabolischen Syndrom, diversen Gefäßerkrankungen, mit Osteoporose und sogar Krebserkrankungen in einem Zusammenhang stehen.

 

Und das vielleicht Verblüffendste: Obwohl jede Nusshälfte geballte Energie in sich konzentriert, scheint ihr Verzehr auf noch ungeklärte Weise sogar zur Normalisierung des Gewichts beizutragen.